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Die Lage an den Fronten am 26. Januar 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten die Angriffe fort. Nach erbitterten Kämpfen brachen die sowjetischen Truppen die stark befestigte Verteidigung des Gegners am Westufer der Deime und nahmen die Stadt Tapiau ein, einen wichtigen Knotenpunkt der feindlichen Verteidigung vor Königsberg. Die sowjetischen Panzer und Infanteristen rückten zehn Kilometer vor und eroberten die große Ortschaft Löwenhagen 15 Kilometer östlich von Königsberg. Erbitterte Kämpfe gab es auch um Lötzen, das zwischen zwei großen Seen liegt. Die Deutschen hatten Lötzen stark befestigt und in einen mächtigen Verteidigungsknotenpunkt auf dem Weg in die zentralen Gebiete von Ostpreußen verwandelt. Der Gegner ging mehrmals zu Gegenangriffen über, konnte dem Druck der sowjetischen Einheiten jedoch nicht standhalten. Die Straßenkämpfe dauerten die ganze Nacht. Heute zerschlugen unsere Truppen die feindliche Garnison und eroberten die Stadt Lötzen.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front bauten ihre Offensive weiter aus. Die Deutschen versuchten mit allen Mitteln, den Korridor zu halten, der Ostpreußen mit den zentralen Gebieten Deutschlands verbindet, und warfen dafür alle vorhandenen Reserven in die Schlacht. Trotz des hartnäckigen Widerstands eroberten die sowjetischen Panzerverbände und Infanteristen die Stadt Mühlhausen und drangen an die Küste der Danziger Bucht vor. Damit wurden den in Ostpreußen agierenden deutschen Truppen alle Rückzugswege über Land abgeschnitten. Andere sowjetische Einheiten rückten unter Kämpfen 20 Kilometer vor und nahmen die wichtige Industriestadt Marienburg im Sturm ein.

Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Die sowjetischen Panzer- und Schützenverbände hatten am 24. Januar Gleiwitz eingenommen und drangen nun bis vor Hindenburg vor. Die Deutschen hatten hier im Voraus Befestigungen angelegt und sich auf einen langen Abwehrkampf vorbereitet. Unsere Abteilungen griffen den Gegner von Nordwesten und Westen an, durchbrachen die vordersten Verteidigungslinien und drangen in die Stadt ein. Die sowjetischen Kämpfer kamen zügig voran, vernichteten die Verteidigungsstellungen der Hitleristen und nahmen Hindenburg heute im Sturm. Hindenburg ist ein großes Industriezentrum in Deutsch-Schlesien und hatte ca. 150.000 Einwohner.

Im Zuge der Offensive vom 12. bis 24. Januar an fünf Fronten verlor der Feind mehr als 380.000 Soldaten und Offiziere an Gefallenen und Gefangenen, 592 Flugzeuge, 2.995 Panzer und Selbstfahrlafetten, 7.932 Geschütze, 7.386 Minenwerfer, 26.019 Maschinengewehre und 34.019 Automobile.



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