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Die Lage an den Fronten am 5.November 1944

Foto: Jewgeni Chaldej - RIA Nowosti ArchivIm Laufe des 5.November wehrten unsere Truppen in Ostpreussen, nördlich und südlich der Stadt Goldap die Angriffe starker gegnerischer Kräfte an Infanterie und Panzern ab und fügten ihm schwere Verluste an Menschen und Waffen zu. In Richtung Budapest führten unsere Truppen zwischen den Flüssen Theiss und Donau Angriffskämpfe. Vom 2. bis 4.November wurden 3.000 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere in Gefangenschaft genommen. Dementsprechend stieg die Zahl der kriegsgefangenen deutschen und ungarischen Soldaten auf 10.518.

Im Laufe des 4.November schossen unsere Truppen an allen Fronten insgesamt 58 deutsche Panzer ab und vernichteten sie. In Luftkämpfen und durch Flak wurden 6 Flugzeuge des Gegners abgeschossen.

In Ostpreussen griffen nördlich der Stadt Goldap starke gegnerische Kräfte an Infanterie und Panzern unsere Positionen an. Die feindliche Attacke wurde von Artillerie und Granatwerferfeuer unterstützt. Nach hartnäckigen Kämpfen war der Gegner zum Rückzug gezwungen. Kurz danach erneuerten die Deutschen ihre Angriffe. Die Kämpfe gingen oft in Nahkämpfe über. Die sowjetischen Einheiten hielten dem Druck des Gegners stand und wehrten die Attacken der Hitleristen ab. In zwei Tagen vernichteten unsere Truppen 2.000 deutsche Soldaten und Offiziere. Einige Dutzend Panzer und Selbstfahrlafetten des Gegners wurden vernichtet.
In Richtung Budapest, zwischen Theiss und Donau führten unsere Truppen Angriffskämpfe. Im Versuch, den Vorstoss der sowjetischen Truppen um jeden Preis aufzuhalten, warfen die Deutschen vier Panzerdivisionen und eine motorisierte SS-Division in den Kampf. Für die Verteidigung nutzten sie ein weitverzweigtes Kanalsystem, das sie als Panzerhindernis nutzten. Sowjetische Infanteristen und Panzertruppen konnten befestigte Punkte des Gegners einnehmen, die 15 km vor Budapest angelegt waren.

Die Schiffe der Roten Ostseeflotte versenkten zwei deutsche Transporter.mit insgesamt 8.000 BRT.

Eine Gruppe von Soldaten der 549. Deutschen Infanteriedivision lief zur Roten Armee über. Alle waren Franzosen aus dem Elsass, die in die deutsche Armee gezwungen worden waren. Der Soldat Jean D. berichtete: „Mit Hilfe von Verrätern gelang es den Deutschen seinerzeit, die französische Armee zu zerschlagen und zu entwaffenen. Während der deutschen Besatzung kamen viele Tausende von Franzosen durch die Hand der faschistischen Henker um. Die Siege der Roten Armee, die Erfolge der Alliierten im Westen und die Vertreibung der Deutschen aus Frankreich hat uns mit Freude und Hoffnung erfüllt.“ Der Überläufer Andreau A. berichtete: „Ich habe in der Französischen Armee gedient und mit der Waffe in der Hand gegen die Deutschen gekämpft. Ich habe die ganze Scham der Niederlage erlitten. Die Deutschen haben uns mit Gewalt in ihre Armee gezwungen. Jetzt bin ich zur Roten Armee übergelaufen. Nicht weil ich mein Leben retten und in der Gefangenschaft meine Zeit absitzen will, sondern weil ich danach brenne, mich an den Deutschen für alle ihre Verbrechen meiner Heimat gegenüber zu rächen. Ich will an der Zerstörung des faschistischen Deutschland teilnehmen. Das ist mein einziges Bestreben.“

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