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Die Lage an den Fronten am 1. Februar 1945

In Ostpreußen setzten unsere Truppen die Offensive fort. Eine nordwestlich von Königsberg eingesetzte Abteilung setzte über den Fluss Mühlenfließ über, nahm mehrere Ortschaften ein und führt Kämpfe zwölf Kilometer von der Küste der Danziger Bucht entfernt. Erbitterte Kämpfe gab es auch um die stark befestigte Stadt Seeburg. Der Gegner stützte sich auf im Voraus eingerichtete Stellungen und leistete hartnäckigen Widerstand. Die sowjetischen Infanteristen und Panzerbesatzungen überwanden den deutschen Verteidigungsstreifen und nahmen Seeburg ein. Im Laufe des Tages wurden mehrere Tausend Hitleristen vernichtet.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front nahmen heute im Sturm die Stadt und Festung Torun (Thorn) ein. Die Zufahrtsstraßen nach Torun werden von zwölf Forts mit drei Meter dicken betonierten Mauern gedeckt. Die Festung wurde von eigens dazu ausgebildeten Festungs-Bataillonen und anderen Abteilungen des Gegners verteidigt, die große Mengen an Artillerie besaßen. Die deutsche Garnison hatte vom Hitler-Oberkommando strengsten Befehl erhalten, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Sondergruppen der SS erschossen an Ort und Stelle alle Soldaten, die versuchten, sich gefangen nehmen zu lassen.

Mit einem mächtigen Schlag von drei Seiten durchbrachen unsere Truppen die Feldbefestigungen des Gegners, wobei sie zwei feindliche Infanterieregimenter vernichteten. Nach hartnäckigen Kämpfen an den Zufahrtswegen der Stadt gingen die von Artilleriefeuer unterstützten sowjetischen Abteilungen zum Sturmangriff über. Die Hitleristen leisteten erbitterten Widerstand, konnten dem Druck unserer Truppen aber nicht standhalten. Ein Fort nach dem anderen fiel. Die sowjetischen Sturmabteilungen rückten vor und vernichteten die Garnison des Gegners.

Eine Gruppe der feindlichen Infanterie versuchte, aus der Stadt in nordwestlicher Richtung auszubrechen. Unsere Truppen griffen die Deutschen von allen Seiten an. In einem kurzen Kampf wurde die deutsche Kolonne mit einer Stärke von bis zu anderthalb Infanteriedivisionen vernichtet. Die meisten Hitleristen wurden ausgelöscht, der Rest legte die Waffen nieder und ergab sich.

Nordöstlich und östlich von Frankfurt/Oder setzten unsere Truppen die Offensive fort. Nach erbitterten Kämpften eroberten die sowjetischen Abteilungen Schwerin. Dieser wichtige Knotenpunkt der deutschen Verteidigung liegt an der Mündung des Flusses Obra in die schiffbare Warta. Andere Abteilungen rückten 20 Kilometer vor. Die 50 Kilometer von Frankfurt/Oder entfernte Ortschaft Lagow wurde eingenommen. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen an einem Tag bis zu 3.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet und 1.617 Gefangene gemacht.



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