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Die Lage an den Fronten am 5. Februar 1945

Nördlich und südöstlich von Frankfurt/Oder haben unsere Truppen den Widerstand des Gegners gebrochen und sind an den Fluss Oder vorgerückt. Viele deutsche Einheiten wurden dort am Ufer in die Enge getrieben und vernichtet. Die Ortschaft Alt-Schaumburg, drei Kilometer von Küstrin entfernt, wurde genommen. Die gerade erst von der Westfront an die sowjetisch-deutsche Front verlegte 25. motorisierte Division des Gegners hat große Verluste an Gefallenen und Gefangenen. Im Laufe des Tages haben unsere Truppen mehr als 5.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Es gab viele Trophäen, darunter 70 Geschütze, 200 Maschinengewehre und 18 große Speicher mit Militärgut. 1.350 Deutsche wurden gefangen genommen.

Die sowjetischen Kämpfer zeigen in den Kämpfen gegen die deutschen Besatzer Musterbeispiele an Heldenmut. Die Panzerbesatzung von Offizier Pschenitschnikow zerschoss bei einem einzigen Angriff einen deutschen Panzer vom Typ „Panther“ und vier Schützenpanzerwagen. Die Flieger Dolgow und Kurzidse wurden bei der Rückkehr zu ihrem Flugplatz von sechs deutschen Kampfbombern angegriffen. Die Hitleristen griffen Kurzidses Maschine an. Leutnant Dolgow eilte seinem Kameraden zu Hilfe und schoss mit gezieltem Feuer einen deutschen Bomber ab. Danach vernichtete Dolgows Bordschütze, Sergeant Martynow, zwei weitere feindliche Flugzeuge. Unsere Sturmkampfflieger landeten wohlbehalten auf ihrem Flugplatz.

In Ostpreußen wurde Hauptmann Richter gefangen genommen. Der Gefangene erzählte: „Ich war Taktiklehrer in einer Schule für Unteroffiziere. Unlängst wurde die Schule eilends an die Front geworfen, ich wurde zum Kommandeur ernannt. Das deutsche Oberkommando hielt die Verteidigung am Fluss Deime für uneinnehmbar und versicherte uns, dass die Russen an diesem Abschnitt nicht durchkommen. Die sowjetischen Truppen durchbrachen jedoch unsere Befestigungen. Das war ein sehr empfindlicher Schlag, der alle unsere Pläne zunichte machte.“

Der gefangene Kommandeur des 23. Deutschen Festungs-Maschinengewehr-Bataillons Hauptmann Otto Schundt teilte mit: „Die Ergebnisse der letzten Kämpfe haben mich endgültig davon überzeugt, dass auch die mächtigsten Befestigungen Deutschland nicht mehr vor dem unausweichlichen Untergang retten können. Innerhalb weniger Tage haben die Russen mehrere erstklassig Festungen im Sturm genommen. Die meisten Soldaten meines Bataillons sind gefallen. Mit der übrig gebliebenen Gruppe von 30 Mann habe ich mich ergeben.“



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