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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 6. Februar 1945

Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzten die Offensive fort und überquerten den Fluss Oder südöstlich von Breslau. Das Übersetzen war mit immensen Schwierigkeiten verbunden. Die Deutschen hatten am linken Ufer starke Verteidigungspunkte eingerichtet und dort im Voraus starke Kräfte konzentriert. Die Oder ist an dieser Stelle 150 Meter breit. Der Fluss ist nicht zugefroren, lediglich an den Ufern sind kleine Eisränder. Sowjetische Vortrupps setzten über den Fluss über und nahmen mehrere kleine Brückenköpfe ein. Unter den heroischen Anstrengungen der sowjetischen Pioniere und dem wütenden Feuer des Feindes konnten Pontons aufgebaut werden. Die Hauptkräfte unserer Infanterie, Panzereinheiten und Artillerie setzten zu den Brückenköpfen über, die von den Vortrupps gehalten wurden. Danach stießen die sowjetischen Abteilungen von Norden und Süden gegen die Stadt Olau vor und nahmen sie ein.

Andere Abteilungen erweiterten den Brückenkopf nordwestlich von Oppeln. Die Langzeitverteidigungslinie der Deutschen am Westufer der Oder wurden durchbrochen. Unsere Truppen rückten schnell vor und vereinigten sich südwestlich der Stadt Brieg. Auf diese Weise wurde die deutsche Garnison in Brieg eingekreist. Unsere Abteilungen gingen zum Sturm über und nahmen nach erbitterten Straßenkämpfen die Stadt und Festung Brieg ein.

An den Zufahrtswegen zur Stadt erbeuteten die sowjetischen Abteilungen elf deutsche Flugzeuge, 26 Panzer und 25 Schützenpanzerwagen. Auf dem Schlachtfeld blieben Tausende feindlicher Leichen zurück. In Brieg gibt es 18 Rüstungsbetriebe. Unsere Panzerbesatzungen setzten den Angriff fort und drangen von zwei Seiten in die Stadt Grottkau ein. Zusammen mit der nachrückenden Infanterie zerschlugen sie die feindliche Garnison und besetzten die Stadt. Es wurde große Beute gemacht, u. a. 37 schwere Geschütze in Betonstellungen. An einem einzigen Tag wurden 70 Panzer und Schützenpanzerwagen des Gegners vernichtet. 1.270 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.

In Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der Garnison des Gegners im Westteil der Stadt fort. Die sowjetischen Einheiten ziehen den Ring immer enger und vernichten systematisch Mannschaften und Material des Feindes. Unsere Sturmabteilungen rückten weiter vor und zerschlugen mehrere Widerstandsnester der Deutschen. Auf den heute von den sowjetischen Truppen eingenommenen Straßen liegen Hunderte von Leichen der Hitleristen herum. 2.890 Soldaten und Offiziere des Feindes wurden gefangen genommen.

Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbanner-Flotte haben in der Danziger Bucht Schiffe des Feindes angegriffen. Nach einem Torpedo-Angriff wurden drei deutsche Transportschiffe und ein Tanker mit insgesamt 24.000 Tonnen Wasserverdrängung versenkt. Die Schiffe der Baltischen Rotbanner-Flotte haben einen Zerstörer des Gegners beschädigt.

Der in Ostpreußen gefangen genommene Stabsoffizier des 1. Bataillons des 927. Regiments der 286. Deutschen Infanteriedivision Leutnant Richard Schmidt gab an: „Der Krieg ist für Deutschland hoffnungslos verloren. Wir haben keine Hoffnungen mehr, keine Illusionen. Die deutschen Soldaten und Offiziere, die jetzt tattäglich zu Tausenden auf dem Schlachtfeld sterben, verteidigen nicht Deutschland. Keine Macht der Welt kann es noch retten. Die Soldaten sterben deshalb, weil Hitler, Himmler und ihre Helfershelfer das wollen. Sie klammern sich an die Macht und wollen ihr Leben noch ein wenig verlängern.»



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