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Die Lage an den Fronten am 7. Februar 1945

Nördlich und südlich von Küstrin führten unsere Truppen Angriffskämpfe. Der Gegner versucht mit allen Mitteln, die Brückenköpfe am Ostufer der Oder zu halten. Die Hitleristen stützten sich auf Langzeitverteidigungsstellungen, die ihnen erlaubten, hartnäckigen Widerstand zu leisten und Gegenangriffe auszuführen. Nach einem schnellen Schlag nahmen die sowjetischen Abteilungen die Ortschaft Alt Drewitz ein. Dies ist ein Vorort im Norden von Küstrin. Unsere Truppen haben der gegnerischen Gruppierung, die die Zufahrten nach Frankfurt/Oder verteidigt, eine schwere Niederlage zugefügt und die Ortschaft Kunersdorf fünf Kilometer östlich von Frankfurt genommen. Im Laufe des Tages hatte der Feind allein an Gefallenen Verluste von bis zu 5.000 Soldaten und Offizieren. 65 deutsche Panzer und 90 Schützenpanzerwagen wurden zerschossen.

Die von unseren Truppen besetzte Ortschaft Kunersdorf ist bekannt in der russischen Militärgeschichte. Während des Siebenjährigen Krieges kam es zu einer großen Schlacht zwischen den russischen Truppen unter General Saltykow und dem Heer des Preußenkönigs Friedrich II. Die russischen Truppen zerschlugen die Deutschen und trieben sie in die Flucht.

In Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten gegnerischen Gruppierung fort. Um den Berg, der den gesamten noch in den Händen der Deutschen befindlichen Teil der Stadt überragt, entbrannte ein hartnäckiger Kampf. Der Gegner hatte ihn in einen mächtigen Verteidigungsknotenpunkt verwandelt. Die Hitleristen leisteten verbissenen Widerstand. Unsere Garde-Abteilungen drangen von Osten zum Fuß des Berges vor, andere Einheiten brachen von Süden und Osten in diesen Raum durch. Heute haben unsere Kämpfer eine große deutsche Garnison zerschlagen und den Berg genommen. Der eingekesselte Gegner hat ungeheure Verluste; die Schlachtfelder sind von Leichen der Hitleristen übersät.

Unsere Truppen haben den Neujahrsbefehl des Befehlshabers der Armeegruppe Mitte Generaloberst Reinhardt erbeutet. Dort heißt es: „Soldaten der Armeegruppe Mitte! Wir haben das unglückliche Kriegsjahr 1944 erlebt. Aber wir sind nicht gebrochen. Wir leben noch, und heute steht unsere Front fester als in jedem vorherigen Winter. Es gibt genug Anzeichen dafür, dass die Krise an der Ostfront überwunden ist. Nun schlägt wieder unsere Stunde. Im Westen sind unsere Kameraden wieder zur Offensive übergegangen. Den Soldaten der Ostfront wird der Führer im nötigen Moment ebenfalls „Vorwärts“ zurufen. Bis diese große Stunde kommt, werden wir jeden Meter Erde behaupten. Wir können mit stolz erhobenem Kopf und mit festem Glauben an den Sieg in das neue Jahr des Kampfes eintreten.“

Das Leben hat die faschistischen Generäle grausam ausgelacht. Hunderttausende Hitleristen, an die General Reinhardt noch unlängst appellierte, liegen auf den Schlachtfeldern herum. Diese Berge deutscher Leichen sagen besser als alle Worte aus, welch vernichtende Niederlage die deutschen Truppen an der sowjetisch-deutschen Front Anfang 1945 erlitten haben.



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