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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 9. Februar 1945

In Ostpreußen durchbrachen unsere Truppen nach erbitterten Kämpfen südlich von Königsberg die Langzeitbefestigungen des Gegners und nahmen dabei 102 Eisenbetonnester für Geschütze und Maschinengewehre ein. Die sowjetischen Einheiten rückten sechs Kilometer vor und führen jetzt Kämpfe vor der Stadt Preußisch-Eilau.

Nordöstlich von Elbing überwanden unsere Truppen den Widerstand des Gegners und rückten an die Küste des Frischen Haffs vor. Vor der Stadt Frauenburg stießen die sowjetischen Truppen auf den besonders erbitterten Widerstand der Deutschen, die sich in im Voraus angelegten Befestigungen verschanzt hatten. Mit Hilfe von Pionieren vollführten die sowjetischen Schützen- und Panzereinheiten einen schnellen Angriff, durchbrachen die deutsche Verteidigung und nahmen Straßenkämpfe auf. Heute zerschlugen unsere Truppen die feindliche Garnison und nahmen Frauenberg ein.

Östlich und südöstlich von Stargard rückten unsere Truppen unter Kämpfen vor und kreisten die deutsche Garnison in Arnswalde ein. Der Gegner zog Reserven heran und versuchte, seinen in der Stadt eingeschlossenen Abteilungen zu Hilfe zu kommen. Alle Gegenangriffe der Deutschen wurden unter hohen Verlusten für den Gegner abgewehrt. An einem Tag wurden bis zu 3.000 Hitleristen vernichtet. Sowjetische Flieger haben in Luftkämpfen sieben deutsche Flugzeuge abgeschossen. Durch Flak-Artillerie wurden 27 Flugzeuge des Gegners vernichtet.

In Budapest führten unsere Truppen Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten Gruppierung des Gegners. In den bei den Deutschen verbliebenen Vierteln im Westteil der Stadt befinden sich viele Regierungsgebäude und Kirchen. Unter vielen Gebäuden gibt es Keller und unterirdische Verbindungsgänge. Alle diese Gebäude verwandelten die Deutschen in Verteidigungsknotenpunkte, von wo aus sie erbitterten Widerstand leisten.

In Ostpreußen wurde der Befehlshaber des 3. motorisierten Regiments der Division „Hermann Göring“ Oberstleutnant Heinz Heigl gefangen genommen. Der Gefangene berichtete: „Die Division „Hermann Göring“ ist zerschlagen. Vor dem Beginn der russischen Offensive zählte das Regiment 2.500 Mann. Zwei Drittel des Mannschaftsbestands fiel im Kampf. Andere Einheiten hatten ähnliche Verluste. Der Kommandeur des 2. motorisierten Regiments Major Stau ist tot; der Kommandeur des Artillerie-Regiments von Kalden wurde gefangen genommen.“

Weiter gab Heinz Heigl an: „Die deutsche Armee, auf die solche mächtigen Schläge niederprasselten, kann sich nicht mehr erholen. Als die russischen Truppen im Sommer 1944 im Raum Witebsk tief in die deutsche Verteidigung eindrangen, rollte die Front sofort auf Hunderte von Kilometern zurück. Damals konnten wir die Rote Armee weder vor Minsk noch vor Wilna aufhalten. Dasselbe ist jetzt geschehen. Nachdem sie unsere Front durchbrachen, sind die russischen Truppen an die Oder vorgerückt. Deutschland ist in einer Sackgasse, aus der es nicht mehr herauskommt.“



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