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Die Lage an den Fronten am 10. Februar 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort und rückten bis Preußisch-Eilau vor. Diese Stadt ist das Zentrum des Verteidigungssystems von Ostpreußen. In diesem Raum gab es mit Stacheldraht und Minenfeldern geschützte Eisenbetonbunker. Die sowjetischen Truppen brachen den hartnäckigen Widerstand der Deutschen und besetzten nach erbitterten Kämpfen die Stadt Preußisch-Eilau, den Schnittpunkt von drei Eisenbahnlinien und sechs Fernstraßen. Nach vorläufigen Angaben wurden bis zu 4.000 Hitleristen und 20 deutsche Panzer vernichtet. Sechs Panzer, 32 Geschütze und große Militärlager wurden erbeutet.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front nahmen heute Morgen Elbing ein. Für den Gegner war diese Stadt von immenser Bedeutung; deshalb hatte er zu ihrer Verteidigung große Kräfte an Infanterie und Panzern sowie Marine- und Pionier-Einheiten zusammengezogen. Als unsere Truppen durch ein Umgehungsmanöver Elbing eingekreist hatten, befahl das deutsche Kommando seinen Truppen, zur Stadt durchzubrechen, „ohne Rücksicht auf Verluste“. Beim Versuch, diesen Befehl auszuführen, erlitten die Deutschen kolossale Verluste, konnten das unüberwindbare Hindernis der sowjetischen Truppen aber nicht überwinden.

Zugleich setzten unsere Infanterie- und Panzereinheiten, die Elbing eingekreist hatten, zum Sturm der Stadt an. Nach einem mächtigen Feuerüberfall auf die feindlichen Befestigungen nahmen die sowjetischen Kämpfer die Eisenbahnstation ein, die den Hitleristen als Versorgungsbasis diente. Unsere Truppen brachen in die Stadtmitte durch, zerschlugen die feindliche Gruppierung und haben sich der Stadt heute vollends bemächtigt. In den Kämpfen um Elbing wurden mehrere Tausend deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Elbing ist die zweitgrößte Stadt Ostpreußens. Hier konzentrieren sich wichtige Unternehmen. Die Schichau-Werke stellen Lokomotiven, Schiffsmotoren und U-Boote her. Vor dem Krieg liefen dort sechs U-Boote im Monat vom Stapel. In Elbing gibt es außerdem eine Werft zum Bau von Torpedobooten und andere Unternehmen.

Nördlich und nordwestlich von Schneidemühl haben unsere Truppen die Deutschen aus der Ortschaft Knacksee verdrängt. Sie liegt 16 Kilometer von dem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Neustettin entfernt. An einem anderen Abschnitt haben unsere Truppen den erbitterten Widerstand des Gegners gebrochen und die Gruppierung des Gegners in der Stadt Deutsch Krone von drei Seiten in die Zange genommen. Den Deutschen steht nur noch eine Ausfallstraße zur Verfügung, die unter ständigem Artilleriefeuer liegt.

Im Westteil von Budapest haben unsere Gardisten das Militär- und Allgemeine Hospital Nr. 3 von den Hitleristen gesäubert und haben beim Vormarsch einen befestigten Abschnitt an einer Eisenbahnlinie überwunden. Andere Abteilungen haben eine Fabrik besetzt und den Gegner aus einem Eisenbahntunnel verdrängt. Auf diese Weise haben unsere Truppen auf einem breiten Abschnitt die Verteidigungslinie des Gegners an der Ringstraße durchbrochen.

Auf den Schlachtfeldern blieben viele Leichen von feindlichen Soldaten und Offizieren zurück. 37 Geschütze, 260 Automobile, drei Lokomotiven, 790 Eisenbahnwaggons usw. wurden erbeutet. Mehr als 1.300 Gefangene wurden gemacht, darunter der Intendant des 1. Ungarischen Armee-Corps Oberstleutnant Regal Gustav, der Leiter des Verwaltungsdienstes des Corps Oberstleutnant Lobon Laios und andere Offiziere.

Der gefangen genommene Unteroffizier der 25. Deutschen Panzerdivision Heinz Kirscheis gab an: „Unsere Division war von den sowjetischen Truppen eingekreist. Der Kampf in der Einkesselung dauerte ungefähr sechs Stunden. Wir verloren mehr als 90 Panzer und Schützenpanzerwagen. Mein Panzer war außer Gefecht geschossen und zusammen mit der Besatzung versuchte ich, durch die Wälder nach Westen zu kommen. Wir gingen eine ganze Nacht ohne anzuhalten. Am Morgen schien uns, wir hätten uns aus der Umklammerung befreit, aber da bemerkten uns russische Infanteristen. In der Gefangenschaft traf ich viele Kameraden. Von ihnen erfuhr ich, dass unsere 25. Division vollends zerschlagen und vernichtet wurde.“



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