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Die Lage an den Fronten am 15. Februar 1945

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort, überwanden die Abwehrstellungen der Deutschen und brachen von Süden in Conitz ein. Durch daran anschließende Schläge von Osten und Westen wurde die feindliche Verteidigung zermürbt. Die deutsche Garnison hatte große Verluste und zog sich ungeordnet zurück. Die sowjetischen Abteilungen, die Chojnice besetzten, erbeuteten viele Waffen und Speicher mit Militärmaterial. Allein an den Zugängen zur Stadt verloren die Deutschen bis zu 1.500 Soldaten und Offiziere. 14 feindliche Panzer wurden in Brand geschossen. Die Stadt Chojnice war ein starker Verteidigungsstützpunkt der Deutschen im Westteil von Polen. Außerdem ist Chojnice ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der die in diesem Raum agierenden deutschen Heeresverbände versorgt. Hier kreuzen sich sechs Eisenbahnlinien und acht Landstraßen.

Gestern setzten die Truppen der 1. Ukrainischen Front ihre erfolgreiche Offensive fort. Der Gegner wirft fieberhaft immer mehr frische Kräfte in diesen Raum. Aber alle Versuche der Deutschen, unsere Verbände aufzuhalten, sind umsonst. Die sowjetischen Abteilungen zermalmen die feindlichen Reserven und rücken unentwegt weiter vor. Unsere entlang dem Westufer der Oder agierenden mobilen Einheiten und Infanteristen haben eine bewaldete Gegend überwunden und die deutsche Garnison der Stadt Grünberg angegriffen. Mit mächtigen Schlägen von Südosten und Osten haben die sowjetischen Verbände den Widerstand des Gegners gebrochen und die Stadt eingenommen.

Andere Abteilungen unternahmen einen schnellen Ausfall Richtung Nordwesten. Die sowjetischen Panzer und die Infanterie überquerten den Fluss Bober, mehrere über ihre Ufer getretene Flüsschen, überwanden mehrere Zwischenstellungen des Gegners und rückten 40 Kilometer weiter vor. Unter Kämpfen wurde die Stadt Sommerfeld eingenommen. Dieser Eisenbahnknotenpunkt befindet sich 18-20 Kilometer von den großen deutschen Industriezentren Guben und Forst entfernt. Nach harten Kämpfen nahmen sowjetische Abteilungen die Stadt Sorau ein.

Der gefangen genommene Gefreite der 504. Flak-Brigade Max Molik erzählte: „Die deutsche Führung war sehr interessiert an der Verteidigung der Festung Steinau, die das Westufer der Oder deckte. An den Zugängen zur Stadt waren Befestigungen mit vielen Bunkern gebaut worden. Die russischen Verbände kreisten Steinau aber ein. Der Kommandant der Festung Bernard sagte, die Festung Steinau müsste auf jeden Fall gehalten werden, komme was wolle. Er drohte jedem mit Erschießen, der an Aufgeben auch nur dachte.

Die Garnison hatte riesige Verluste. Das Kloster war übervoll von verwundeten Soldaten und Offizieren. Die russische Infanterie und die Panzer brachen zur Stadt durch und fingen an uns zurückzudrängen. Als die Soldaten sahen, dass die Lage hoffnungslos war, brach Panik unter ihnen aus. Das Schicksal der Garnison war besiegelt.“

Der gefangene Oberfeldwebel der 1. Kompanie der Kampfgruppe „Heidrich“ Ludwig Binder gab an: „Wir kamen am 27. Januar zusammen mit einem Panzerregiment in Steinau an. Als die Russen die Stadt einkesselten, bekam unsere von Panzern verstärkte Gruppe den Befehl, den inneren Ring der Einkreisung zu durchbrechen. Die Russen überschütteten uns mit wütendem Feuer und schossen sofort mehrere Panzer in Brand. Wir konnten nicht durchbrechen. Wir wurden in die Stadt zurückgedrängt, wo wir uns bald ergaben.“

Der gefangen genommene Unteroffizier der 7. Kompanie des 9. selbständigen Panzerbataillons Bernhard Kein sagte: „Wir wurden sehr eilig in den Raum Steinau verlegt und sofort in den Kampf geschickt. Das Bataillon hatte ungefähr 40 Panzer. In den ersten beiden Tagen wurden 25 davon zerschossen. Alle anderen Panzer fielen den Russen in intaktem Zustand in die Hände.“



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