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Die Lage an den Fronten am 16. Februar 1945

Im Raum Breslau (Wroclaw) wurde erbittert gekämpft. Durch die erfolgreiche Offensive unserer Truppen von Brückenköpfen nordwestlich und südöstlich von Breslau aus wurde dieser starke Verteidigungsknotenpunkt und große Industriezentrum fast vollständig eingekreist. Dem Gegner verblieb nur ein schmaler, acht Kilometer breiter Korridor. Die Deutschen versuchten mit allen Mitteln, die Eisenbahnlinie und Landstraße zwischen Breslau und Frankenstein zu halten. Durch mächtige Schläge von drei Seiten brachen die sowjetischen Abteilungen den Widerstand der Hitleristen und kesselten Breslau vollends ein. Im weiteren Vormarsch besetzten unsere Verbände mehr als 200 Ortschaften und verdrängten die Deutschen aus der Stadt Deutsch-Lissau sieben Kilometer nordwestlich von Breslau. An einem Tag wurden 37 deutsche Panzer, 16 Schützenpanzerwagen und mehr als 50 Geschütze vernichtet.

In den Wäldern nordwestlich von Budapest haben unsere Truppen die Liquidierung von versprengten deutschen Gruppen beendet, die aus dem Westteil der Stadt ausgebrochen waren. Viele gefangen genommene deutsche Soldaten hatten goldene Uhren, Gold- und Silberlöffel und andere Wertgegenstände bei sich. All diese Dinge haben die Deutschen den Einwohnern von Budapest gestohlen.

In den letzten Tagen haben unsere Truppen in Ostpreußen eine große Gruppe deutscher Offiziere gefangen genommen. Viele davon haben sich zusammen mit Soldaten ihrer Abteilungen ergeben. Der Stab des 927. Regiments der 286. Wachdivision wurde gefangen genommen. Unter den Gefangenen befinden sich Regiments-Kommandeur Major Wilhelm Vosse und sein Adjutant Oberleutnant Klaus Seide. Seide gab an: „Der Stab hatte die Verbindung mit der Leitung der Division und seinen Unterabteilungen verloren. Wir flohen in den Wald, wo wir nach dreitägigem Umherirren gefangen genommen wurden.“

Der gefangene Leutnant der 286. Division Richard Müller erklärte: „Nach schweren Kämpfen fanden sich versprengte kleine Gruppen von Soldaten beim Sammelplatz der Division ein. Ich wurde zum Kommandeur der Sammelkompanie ernannt. Um die Flucht der Soldaten zu vermeiden, befahl die Führung, ihnen die Papiere wegzunehmen. Aber das half nichts. Ich hatte alle Taschen voll mit den Heften, aber keine Soldaten. Sie waren fast alle weggelaufen. Ich pfiff auf alles, ging den russischen Soldaten entgegen und ergab mich.“

An einem anderen Abschnitt ergab sich der Kommandeur des 400. Deutschen Ersatz-Bataillons Helmut Paul zusammen mit 76 Soldaten. Der gefangene Leutnant erklärte: „In den in Ostpreußen eingekesselten Verbänden herrscht das Chaos. Die Führung hat befohlen, sich bis zum letzten Mann zu halten, aber dieser Befehl ist unausführbar. Die Soldaten sehen, dass weiterer Widerstand zwecklos ist. Ein Teil von ihnen hatte Zivilkleidung übergestreift und weigerte sich, meine Befehle auszuführen. Nach all dem, was ich im Januar 1945 durchleben musste, wäre es Wahnsinn, den Kampf weiterzuführen. Ich sammelte die Reste meines Bataillons und ergab mich.“



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