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Veranstaltungen
Vorbereitung der Feiern zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Deutschland



Aufruf an alle ehemaligen Kinderhäftlinge und Befreier des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, deren Angehörigen, Freunde und Bekannte.

„Wir wohnen nahe der Hauptstadt – Berlin,
eine Insel, umgeben von Wasser.
Dort gibt es eine kleinen Ebene und
ein Konzentrationslager hinter Mauern...“
(Worte des Lagerliedes)

Am 30. April 1945 hatten die sowjetischen Truppen der 49. Armee, 2. Bjelorussische Front unter dem Kommando von Marschall Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski die kleine Stadt Fürstenberg an der Havel erreicht. Dieser malerische Ort, einst Kurort, liegt inmitten von Seen und Wäldern, ca. 80 km nördlich von Berlin entfernt.

Neben dieser Stadt wurde das Konzentrationslager Ravensbrück errichtet, das von 1939 bis 1945 für 132 000 Frauen und Kinder und 20 000 Männer aus 40 Nationen zur Hölle auf Erden wurde. Die Menschen wurden zu Tausenden grausam ermordet, starben an Krankheiten, an Hunger und durch medizinische Experimente. Allein ab Ende 1944 wurden in den Gaskammern über 6 000 Menschen verbrannt.

Wir bitten alle ehemalige Kinderhäftlinge sich zu melden!
In Ravensbrück waren Kinder unterschiedlichen Alters, die Mehrheit von Ihnen starb oder wurde ermordet. Von 1943 bis 1945 wurden mehr als 800 Kinder im Lager geboren, von denen nur einzelne überlebten. Uns sind die Namen nur einiger heute noch lebender Kinderhäftlinge bekannt. Wir möchten auch das Schicksal der anderen Kinder erfahren, die am Leben geblieben sind. Manche wurden damals in Kinderheime gebracht, manche wurden von älteren Häftlingen, von den Armeeangehörigen, die das Lager befreiten, von Ärzten oder von Krankenschwestern adoptiert.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich diejenigen melden, die uns Informationen zur den überlebenden Kindern geben könnten.

Weiterhin suchen wir die Armeeangehörigen, die am 30. April 1945 das Lager Ravensbrück befreit haben, bzw. seine Umgebung, und dann weiter Richtung Westen zur Elbe weitergezogen sind!

Dazu ist zu erläutern, daß mit dem näher rücken der Sowjetischen Truppen die Faschisten das Lager fluchtartig verlassen haben. Frauen, die noch die Kraft aufbringen konnten zum Gehen trieben die Faschisten Richtung Westen. Deshalb befanden sich viele Häftlinge, unter ihnen auch Kinder, im Moment des Eintreffens der sowjetischen Truppen nicht im Lager selbst, sondern in dessen Umgebung.

Nach der Befreiung des Lagers am 30 .April verblieben im Lager bis ca. zum Sommer schwache und kranke Häftlinge aus ganz Europa. Sie wurden im Internationalem Hospital behandelt, wo einige vor dem Tod gerettet werden konnten und genesen sind.

Wir rufen alle diejenigen auf sich bei uns zu melden, die im Hospital behandelt wurden und die dort gearbeitet haben.
Wir rufen auch alle diejenigen auf sich bei uns zu melden, die nach der Befreiung im Repatriierungslager 222 auf dem Gelände des Konzentrationslagers Ravensbrück waren.

Wir bitten alle, die Dokumente in welcher Art auch immer, Fotos, persönliche Dinge oder Erinnerungen dieser Menschen haben, diese uns zu schicken und damit bei der Gestaltung der Ausstellung und der Vervollständigung des existierenden Museums „Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück“ zu helfen.

Wir freuen uns über jeden neuen Kontakt mit ehemaligen Häftlingen, Armeeangehörigen und medizinischem Personal, die Ravensbrück befreiten und mit denen wir noch keine Verbindung haben.

Im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bereiten wir eine feierliche Veranstaltung vor.

Vorsitzende des Internationalen Komitees der Opfer Ravensbrücks

Dr. der Geschichtswissenschaften Bärbel Schindler-Saefkow

Für Kontakte aus Russland:
Telefon/Fax: 8 10 49 30 – 94 63 10 02 Frau Cilly Keller (in russisch)
Briefe bitte an folgende Adresse senden: Mahn - und Gedenkstätte Ravensbrück
z.Hd. Frau B. Schindler - Saefkow
Strasse der Nationen
16798 Fürstenberg/Havel
Deutschland


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